Audio Transcripts
Audio 1
Talking
about a family business
Herbert Walter: Ich bin hier
geboren; und das ist mein Elternhaus. Und mich hat es nach dreizehn Jahren
Fremde einfach wieder in meine Heimat zurückgezogen. Nach dem Tod meines
Vaters habe ich es dann umgebaut zu dem, was es jetzt ist - nämlich zu
unserer Entwicklungsabteilung Mechanik. Hier ist also die mechanische
Konstruktion und die elektronische Konstruktion untergebracht. Wir stecken den
größten Teil unseres Gewinns in die Entwicklung. Damit sind wir
Spitze mit unseren Produkten. Das wissen unsere Kunden; und sie honorieren
das.
Heinz Gauss: Das Betriebsklima war
eigentlich von Anfang an sehr gut. Wir waren alle von der näheren
Umgebung, kannten einander. Wir haben ein gutes Verhältnis zu unserem Chef
gehabt - immer. Wir haben die Kameradschaft sehr gepflegt. Also,
nach der Arbeit wurden auch manche Feste gefeiert. Wir hatten jedes Jahr einen
Betriebsausflug. Hatten Weihnachtsfeiern, wo also auch ziemlich gefeiert wurde.
Und dies haben wir bis heute, Gott sei dank, noch halten können. Und haben
immer noch ein - zur Größe entsprechend - ein sehr gutes
Betriebsklima.
Interviewer: Wie würden Sie
Ihren Betrieb charakterisieren? Was für eine Atmosphäre möchten Sie
gern schaffen? Herbert Walter: Ja, 'ne
möglichst kollegiale. Mir ist das auch gelungen; sowohl in unserem
Betrieb, wo die Maschinen hergestellt werden, als auch hier in der Entwicklung,
haben wir ein phantastisches Betriebsklima.
Audio 2 Talking about...
... the
weaknesses of a small business
Götz Klusman: Zur
Schwäche unseres Unternehmens gehört zweifellos die Größe.
Wir sind ein kleines Unternehmen. Wir sind nicht finanziell so stark wie die
Großunternehmen, die über längere Durststrecken ohne Probleme
hinwegkommen. Wir müssen eigentlich immer dafür sorgen, dass wir
wirtschaftlich rentabel und profitabel arbeiten.
... the
strengths of a small business
Götz Klusman: Unsere Stärke
ist die Flexibilität, die kurzen Entscheidungswege, die schnellen
Entscheidungen und das Eingehen, das unmittelbare Eingehen auf
Kundenwünsche und auf die Lösung von Problemen, die uns von Kunden
herangetragen werden. Da sind wir sehr viel flexibler und
anpassungsfähiger als die Großunternehmen.
... and
about shared responsibilities
Götz Klusman: Die
Rollenverteilung zwischen Herrn Walter und mir kann man etwa so beschreiben:
ich versuche, der Kopf des Unternehmens zu sein und Herr Walter ist das Herz
des Unternehmens. In einem guten Unternehmen - einem gut geführten
Unternehmen - müssen beide Funktionen besetzt sein. Wenn man zwei
Köpfe hat, ist es schlecht. Und wenn man zwei Herzen hat, ist es auch
schlecht.
Audio 3
The effects
of privatisation on business
Interviewer: Finden Sie,
dass ein Betrieb wie der Ihrige besser als staatliches oder als
Privatunternehmen arbeitet? Klaus Oschatz: In unserer
Branche sicherlich privat. Weil staatlicher Betrieb heißt auch
Haushaltsfinanzierung: Haushaltsfinanzierung heißt eine gewisse
Reglementierung. Reglementierung ist immer auch Beschränkung der
Möglichkeiten. Und das kann man eigentlich in dieser Branche sich nicht
erlauben.
Interviewer: Herr Dr Boden, was
hat sich mit der Privatisierung Ihres Unternehmens geändert? Dr Boden: Zunächst
einmal haben wir nach der Wende massiv Personal abbauen müssen, das war
nicht leicht und hat zu einer Verschlechterung des gesamten Betriebsklimas
geführt. Interviewer: Sie hatten
früher rund zweieinhalbtausend Mitarbeiter hier, und heute? Dr Boden: Heute wird die
gleiche Arbeit nur von neunhundertundzwanzig Mitarbeitern verrichtet. Allerdings haben wir stark
in neue Technologien investiert, viele der Fließbandarbeiten werden heute
von Robotern ausgeführt. Interviewer: Gibt's denn
auch positive Seiten, die die Privatisierung mit sich gebracht hat? Dr Boden: Ja, sicherlich -
weniger Reglementierung, mehr Flexibilität. Wir können heute sehr
viel schneller auf Kundenwünsche reagieren. Und die Beschaffung von
Kapital für zukünftige Investitionen ist heute sehr viel
leichter. Interviewer: Und wie sehen
die Pläne für die Zukunft Ihres Unternehmens aus? Dr Boden: Wir haben vor, in
den nächsten Jahren die Produktion zu erweitern sowie eine Tochterfirma in
Polen zu eröffnen, vorausgesetzt, dass wir weiterhin so gute Umsätze
machen, wie in den letzten zwei Jahren.
Translation
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